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Skateboard Deck

Man liest ja immer wieder das Skateboard Deck sei der wichtigste Bestandteil eines Skateboards. So ganz können wir das in dieser Absolutheit aber nicht unterschreiben, da das beste Deck wertlos ist, ohne qualitative Achsen, Rollen, Kugellager, die zugehörige Hardware, die alles zusammenhält, und natürlich Griptape, das das Board mit den Füßen verbindet. Was jedoch absolut der Wahrheit entspricht, ist die Vermutung, dass das Skateboard Deck dasjenige Teil des Setups ist, das am wenigsten abgeranzt sein sollte. Achsen etwas abgegrindet? Kein Problem! Rollen schon etwas runter? Macht auch nix! Aber ein Deck ohne Pop, das sich eventuell schon in seine einzelnen Schichten auflöst oder sogar angebrochen ist? Auf keinen Fall!!! Dass das alles über kurz oder lang aber unvermeidbar ist, liegt nun mal in der Natur der Sache und das weiß jeder Skater. Folglich sind Skatedecks auch die Einzelteile von Skateboards, die am häufigsten ausgetauscht werden müssen. Worauf es bei der Anschaffung eines neuen Skatedecks zu achten gilt und was die große Auswahl an Decks voneinander unterscheidet, erfährst du hier nachfolgend.

Auf die Größe kommt es an – bei jedem Skateboard Deck

Size matters! Dieses geflügelte Wort ist bei einem Skateboard Deck so wahr wie es irreführend sein kann. Wer nämlich bei der Größe eines Skatedecks zuerst an dessen Länge denkt, fällt einem gängigen Irrtum zum Opfer. Tatsächlich ist die Breite des Boards der entscheidende Faktor. Zwar werden häufig sowohl die Länge als auch die Breite angegeben, der Fokus sollte bei der größenbasierten Wahl des Decks aber definitiv auf der Breite liegen. Diese Größen werden übrigens allesamt in Inch (dt. Zoll) angegeben, wobei ein Zoll ziemlich genau 2,54 Zentimeter sind. Ein Deck mit einer Breite von 8‘‘ entspricht also 20,32 cm. Entgegen landläufiger Ammenmärchen sollte die Körper- beziehungsweise Schuhgröße nur bedingt Einfluss auf die Wahl des Skatedecks haben. In Abhängigkeit von befahrenem Terrain und Trickvorlieben muss jeder für sich selbst ermitteln, mit welcher Breite er oder sie am besten klar kommt. Prinzipiell lässt sich aber sagen, dass schmale Skateboard Decks schneller und somit etwas leichter zu flippen (also um ihre Längsachse zu drehen) sind und somit eher technisches Skateboarding begünstigen, während breitere Skateboards mehr Auflagefläche für die Füße - und somit Standfestigkeit – bieten, was in Minirampe, Bowl und Co ebenso viel Sinn macht, wie zum entspannten Cruisen. Selbstredend macht es aber natürlich auch keinen Sinn, wenn du mit einer Schuhgröße von EUR 36 auf einem 8.5er Board deine Füße nicht mehr findest oder aber deine 47er Hufe auf ein 7.5er Deck zu quetschen versuchst. Die nachfolgenden Tabellen sollen dir einen groben Anhaltspunkt gegen, langfristig wirst du aber deine eigenen Präferenzen finden und sei nicht überrascht, wenn sich im Laufe deines Lebens als Skateboarder auch diese das ein oder andere Mal ändern.

Körpergröße bis 1,30 m 1,30 m – 1,60 m 1,60 m – 1,90 m über 1,90 m
ungefähre Deckbreite bis 7.5‘‘ 7.5‘‘ – 7.75‘‘ 7.75‘‘ - 8.125‘‘ über 8.125‘‘

 

Schuhgröße bis EUR 38,5 EUR 38,5 – 41,5 EUR 41,5 – 45 über EUR 45
ungefähre Deckbreite bis 7.5‘‘ 7.5‘‘ – 7.75‘‘ 7.75‘‘ - 8.5‘‘ über 8.5‘‘

 

Gut gerundet und sehr vielschichtig – das Skateboard Deck und sein Aufbau

Grundlegend lässt sich ein jedes Deck in die drei Bereiche, Nose, Wheelbase und Tail unterteilen. Die Nose bildet das vordere Ende des Skateboards und fällt meist etwas länger aus als das Tail, das dein Deck nach hinten begrenzt. Der Bereich zischen den Achslöchern nennt sich Wheelbase. Um das richtige Verhältnis zwischen Flexibilität und Widerstandskraft zu finden, greift jede gute Boardpresse seit Jahr und Tag zu sieben Lagen Ahornholz, die mi einem speziellen Leim verklebt und anschließend in Form gepresst werden. Um unter den Belastungen des Alltags wortwörtlich nicht zu zerbrechen, tüfteln diverse Skateboard Companies an immer wieder neuen Materialverbindungen und Konstruktionsweisen. Skatedecks mit acht Schichten, eingearbeiteten Karbon- oder Fiberglaseinlagen oder Spezialleimen wie Epoxidharz sind nur einige der Ergebnisse dieser Forschung. Bei der längsseits verlaufenden Wölbung des Skatedecks spricht man vom Concave. Hier wird landläufig zwischen shallow, medium und deep unterschieden. Ob du dein Concave lieber flach, steil oder weder-noch magst, wirst du ebenfalls im Laufe der Zeit herausfinden. Als Orientierungshilfe sei aber verraten, dass die meisten Skateboards mit einem mittleren Concave ausgestattet sind, was sich als allgemein akzeptierter Kompromiss bewährt hat.

Ein Skateboard Deck und viele Shapes – eine Frage des Geschmacks

Seit den ersten Skatedecks der 60er und 70er Jahre, die hinsichtlich ihrer Maße noch auffallend viel Ähnlichkeit mit Zahnstochern hatten, hat sich viel verändert. Heutzutage existiert eine riesige Bandreite an unterschiedlichen Shapes und der Kreativität sind hier auch kaum Grenzen gesetzt, zu den beliebtesten zählen aber zweifellos Popsicle und Old School Boards, spezielle Shaped Decks wie zum Beispiel die Symmetrical Form erfreuen sich jedoch ebenfalls wachsender Beliebtheit. Das Popsicle Deck entstammt den 90ern, ist daher für die Anforderungen von Streetskateboarding oder einer Session im Skatepark konstruiert und definitiv noch immer der beliebteste Shape dieser Tage. Nose und Tail sind hierbei fast identisch geformt, aber eben nur fast. Zumeist ist die Nose etwas länger als das Tail, was das Deck zwar für eine Fahrtrichtung prädestiniert, aber auch dafür sorgt, dass es sich problemlos switch (also gedreht bei ebenfalls gedrehtem Stand) fahren lässt. Etwas anders verhält es sich bei Old School Decks wie beispielsweise dem Pool Shape. In den 80er noch das Maß aller Dinge, finden sich diese Skatedecks heute vor allem in Bowls und Pools oder, ausgestattet mit etwas größeren und weicheren Rollen, als Cruiser zur entspannten Fortbewegung. Begründet liegt das zum einen in den breiteren Abmessungen, die für einen sicheren Stand sorgen. Zum anderen weisen diese Decks ein Tail auf, das sich maßgeblich von den anderen unterscheidet. Es ist bei diesen Skateboards meist nicht ganz so rund wie die Nose und bietet somit mehr Auflagefläche für den hinteren Fuß. Bei einigen dieser Modelle fällt die Nase gerade aus, was bedeutet, dass sie nicht nach oben gebogen ist. Besonders in den letzten Jahren immer häufiger zu beobachten sind außerdem spezielle Shaped Decks, die einem Kompromiss zwischen Popsicle und Old School Shape darstellen. Ursprünglich für Skater entwickelt, die am liebsten Transition fahren, hin und wieder aber auch mal Lust auf eine Streetsession haben, erblicken hier täglich neue Shapes das Licht der Welt und werden immer beliebter.

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